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Feldkirch Festival 2007: 26. bis 28. Oktober
Feldkirch Festival 2008: 22. Mai bis 1. Juni, "Strom"
Feldkirch Festival: Auftakt mit Philippe Arlaud
"Festival-Teaser" vom 26. bis 28. Oktober 2007 unter neuer künstlerischer
Leitung
Philippe Arlaud, weltweit erfolgreicher Regisseur und Bühnenbildner,
ist neuer künstlerischer Leiter des Feldkirch Festivals. Vom 26.
bis 28. Oktober 2007 wird Philippe Arlaud mit einer Auftaktveranstaltung
einen Vorgeschmack auf das Feldkirch Festival 2008 geben. Dabei wird er
verstärkt auf junge, zeitgenössische Musik setzen, mit der er
eine breite Öffentlichkeit ansprechen will: "Wir wollen uns
an der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts orientieren. Ich möchte
Musik von heute machen, Musik mit einem neuen Blick, die nicht erschreckt.
Unser Festival soll nicht elitär sein."
Programmschwerpunkte
Querverbindungen zwischen Epochen, Stilen und Gattungen werden auch weiterhin
ein wichtiger Bestandteil des Festivalprogramms sein. Der Bogen wird von
alter Musik bis zu zeitgenössischer Musik, von Jazz bis Weltmusik
gespannt. Wichtig sind dem neuen künstlerischen Leiter dabei unkonventionelle
Verbindungen musikalischer Epochen, alte und klassische Musik soll stets
im Spiegel heutiger Musik zur Aufführung gelangen. Philippe Arlaud
will das Augenmerk zukünftig noch stärker auf experimentelle
Projekte an der Schnittstelle zwischen Musik und darstellender Kunst legen.
Auch im Bereich des Musiktheaters wird der neue künstlerische Leiter
den Schwerpunkt auf Zeitgenössisches setzen - mobile, tourneetaugliche
Inszenierungen, die in Koproduktion mit anderen Festivals realisiert werden,
sollen Opernproduktionen im Rahmen des Feldkirch Festivals finanziell
möglich machen und - so Philippe Arlaud - "Feldkirch international
bekannt machen".
Philippe Arlaud möchte die Öffnung zu anderen Kunstformen
- wie Film und Tanz - ebenso etablieren, wie ein "Sprungbrett"
für Nachwuchskünstler. Jungen Musikern, Sängern und Komponisten
soll ab 2008 im Rahmen des Feldkirch Festivals die Möglichkeit geboten
werden, sich einem interessierten Publikum zu präsentieren. Das Feldkirch
Festival will zukünftig auch verstärkt Akzente in der Musikvermittlung
in Form von Workshops und Vorträgen setzen und damit zur Auseinandersetzung
mit dem Festivalprogramm motivieren.
"Jede Aufführung muss etwas Einzigartiges sein; wichtig ist
mir, dass keinerlei Beliebigkeit entsteht", bringt Arlaud sein Konzept
für Feldkirch auf den Punkt.
Programm Auftaktveranstaltung
Gleich zu Beginn des Auftaktes im Oktober steht ein Konzert mit Werken
von Johanna Doderer; die Arbeit der Vorarlberger Komponistin umfasst den
Bereich der Kammermusik über Orchesterwerke bis zu Opern, wo sie
für die Zukunft einen besonderen Schwerpunkt für sich sieht.
"Astraios" für Mezzosopran und Kammerorchester wird in
Feldkirch zur Uraufführung gelangen, weiters stehen Doderers Stücke
"Ikarus" und "Feuerkreis" auf dem Programm.
Die Zusammenarbeit mit Johanna Doderer wird 2008 fortgesetzt. Die im
September 2006 in Wien uraufgeführte Oper "Strom", die
auf dem griechischen Drama "Die Bakchen" von Euripides beruht,
wird einen der Programmhighlights der kommenden Festivalsaison bilden.
Übrigens wird "Strom" auch das Generalthema des Feldkirch
Festivals 2008 sein, das vom 22. Mai bis 1. Juni stattfindet.
Kreativer Austausch mit der regionalen Kulturszene
Der kreative Austausch mit der regionalen Kulturszene ist für Philippe
Arlaud sehr wichtig. "Vorarlberg hat ein reiches Potential an guten
und innovativen Künstlern und Institutionen, die Basis für eine
Zusammenarbeit bieten." Zum Auftakt einer Kooperation des Feldkirch
Festivals mit dem Landeskonservatorium wird Johanna Doderer im Oktober
2007 einen Kompositions-Workshop geben. Bereits für 2008 ist in Zusammenarbeit
mit dem Landeskonservatorium ein einzigartiges Jugendorchesterprojekt
geplant, das Studenten aus ganz Europa vereinen soll. Außerdem wird
Philippe Arlaud zukünftig mit dem Symphonieorchester Vorarlberg zusammen
arbeiten.
Vokalmusik und Tanz
"Ein A Capella-Chor, der sich ganz dem Spirituellen verschrieben
hat", schrieb die französische Tageszeitung "Le Monde"
über das Vokalensemble Accentus. Das Repertoire des französischen
Chores umfasst vor allem Werke für Kammerchorformation aus den letzten
beiden Jahrhunderten sowie zeitgenössische Vokalmusik. Unter der
musikalischen Leitung von Chefdirigentin Laurence Equilbay werden am Samstag
Abend Werke von Richard Wagner, Anders Hillborg, Jan Sandström sowie
György Ligeti zu hören sein.
Als ausgebildete Flamencotänzerin ist Ana Yerno eine interdisziplinäre
Künstlerin. Ihr Tanz ist Ausdruck vielfältiger Horizonte: ihre
Wurzeln, die von Kairo bis Prag und von Andalusien bis Südfrankreich
reichen, machen aus ihr eine Erbin vieler Kulturen, die sich bis ins Unendliche
verflechten. In Feldkirch zu sehen sein wird ihr "Bolas"-Programm
(die Bola - spanisch = Kugel - ist eine Wurfwaffe der sibirischen Tschuktschen
sowie südamerikanischer Jäger).
Zum Abschluss der Auftaktveranstaltung 2007 wird der in Feldkirch bereits
bestens bekannte Bariton Georg Nigl ("Don Giovanni" 2006, "Der
Winterkönig" 2004) zusammen mit dem Organisten, Pianisten, Elektroniker
und Komponisten Wolfgang Mitterer dessen Liederzyklus "Im Sturm"
präsentieren. Eine Schubert-Begegnung der intensiven Art, die im
Verbinden von Altem mit dem Neuen deutlich macht, dass das Erinnern der
erste Akt einer Neuentstehung ist ...
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