Die schöne Helena oder Homers Albtraum

Eine „schöne Helena“ namens Sigrid Spörk

Beinahe 150 Jahre nach der österreichischen Uraufführung „Die schöne Helena“ von Jaques Offenbach wird die Hauptrolle „Helena“ wiederum von einer Grazer Schauspielerin verkörpert: Sigrid Spörk (u.a. bekannt aus „Tom Turbo – Von 0 auf 111“, „Echte Wiener 2“ und dem Kabarett „Flotter 4er“), schlüpft dazu in die Rolle der griechischen Schönheit und ist ab Mitte Juni im Schlosspark Laxenburg zu sehen. Inszeniert wird die freie Version des Klassikers von Adi Hirschal, Regisseur und Intendant des Laxenburger Kultursommers.

Am 22. Juni 2014 startete die Komödie „Die schöne Helena oder Homers Albtraum“ im historischen Ambiente der Franzensburg im Schlosspark Laxenburg, wo zwei Monate lang die Saga rund um Griechenlands schönste Frau aufgeführt wird. Dazu spielen unter anderen neben „der schönen Helena“ Sigrid Spörk auch Adi Hirschal als Dichter-Meister „Homer“, Barbara Kaudelka als Liebesgöttin „Venus“, Kurt Hexmann als Krieger „Achill“ sowie Valentin Schreyer als trojanischer Prinz „Paris“. Die Komödie mit Musik von Theater- und „Wiener Komödien“-Spezialistin Susanne F. Wolf wurde dabei sehr frei nach Jaques Offenbach interpretiert und stellt eine humoristische Untersuchung von Selbstbetrug, Machtmissbrauch und Korruption dar.

Die Figur der Helena als „Die Schöne und das Biest“ zugleich
Wurde die „Helena“ bereits bei der österreichischen Uraufführung 1865 von einer Grazerin (Marie Gestinger) gespielt, so wird dies durch Sigrid Spörk in der heurigen Fassung erstmals fortgeführt. „Die Rolle der ‚Helena‘ ist ein außergewöhnlicher Charakter. Wir proben seit mehreren Wochen und ich entdecke trotzdem immer noch Neues an ihr. Mit Gott Jupiter als ihr Vater ist sie sowohl ein verwöhntes ‚Gör‘, als auch eine nach 10 Jahren Ehe verbitterte und gelangweilte Frau“, so Spörk, „Ich finde es eine spannende Herausforderung diese Figur zu verkörpern und zu entdecken. Helena ist angeblich ‚die schönste Frau der Welt‘, doch durch ihre hantige Ausdrucksweise ist sie nicht gerade eine Sympathieträgerin. Das zu spielen macht großen Spaß und ich bin neugierig, wie sich die Figur noch bis zur Premiere entwickeln wird.“

Von faulen Dichtern und neurotischen Kriegern
„Die schöne Helena oder Homers Albtraum“ baut auf der klassischen, griechischen Saga auf – und ist doch ganz anders. Denn durch den von sich selbst überzeugten und gleichzeitig müßiggängigen Homer, dem bornierten und aufbrausenden Gatten Menelaos, dem bestechlichen Priester Kalchas, dem lautstarken Krieger Achilles, den neurotischen Spartanern sowie der selbstverliebten Helena wird das Stück zur komödiantischen Parodie über die Phänomene Schicksal, Vorherbestimmung und Weissagungskraft. So erwartet die Zuseherinnen und Zuseher bei der „Laxenburger Helena“ eine witzige Operetten- und Klassiker-Hommage.

Die schöne Helena oder Der Albtraum des Homer
Zeit: jeden Samstag und Sonntag um 16.30 Uhr, letzte Vorstellung: 24.August 2014
Ort: In der Franzensburg im Schlosspark Laxenburg
Ticketinfos auf www.kultursommerlaxenburg.at

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