Kunst und Wert

Eine Diskussion über den Wert und Unwert von Literatur in der Gesellschaft

MO 16.2.2015, 19.00

EINTRITT FREI

Lesen bildet: Die Gutenberg‘sche Revolution, das weiß jedes Kind, ist die Wurzel des Aufbruchs unserer Gesellschaft in die Moderne.
Man könnte aber genauso gut eine Gegengeschichte erzählen: Vom Verständnis der globalen Verbreitung der Alphabetisierung als Herrschaftsinstrument in Missionierung und Kolonialisierung (z.B. Foucault), vom Denken mit dem fremden Kopf statt dem eigenen (Schopenhauer). Die Hinwendung zur Populärkultur und Abwendung von verstaubten Klassikern war auch ein Verständnis des Aufbruchs z.B. der 60er Jahre.
Mit Digitalisierung setzt sich diese Debatte auf neuer Ebene fort: Muss es Bücher zwischen Buchdeckeln geben? Ist das Lesen von SMS ausreichend? Braucht es Literatur in der Schule oder neutrale Lesekompetenz? Und wie steht es um die Autorenschaft, deren Tod ja auch schon lange ausgerufen war?

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