Michael Köhlmeier, Konrad Paul Liessmann: „Gott und die Welt“

Über „Gott und die Welt“ zu sprechen, klingt auf den ersten Blick beliebig: Eine Rede über alles und nichts. Auf den zweiten Blick verbergen sich hinter dieser Formel die entscheidenden Fragen des Menschen, jene Fragen, denen sich auch die Philosophie seit mehr als zwei Jahrtausenden widmet. Es sind große und kleine Fragen, die Fragen nach dem, was die Welt im Innersten zusammenhält, und die Fragen nach den Möglichkeiten und Grenzen menschlichen Lebens und Zusammenlebens, die Fragen nach den großen Entwürfen und Einsichten und die Fragen nach dem kleinen Glück, die nicht nur die Philosophie umtreibt, bewegt und am Leben erhält. In einer Zeit voller sozialer, politischer und kultureller Widersprüche und Differenzen, in einer Zeit des rasanten technologischen Fortschritts, in einer Zeit, in der atemberaubende wissenschaftliche Erkenntnisse mit einer Wiederkehr der Religionen Hand in Hand gehen, in einer Zeit der Umbrüche, Verwerfungen und Spannungen lohnt es sich ohne Scheu wieder einmal grundsätzlich über Gott und die Welt nachzudenken. Diese Veranstaltung ist zugleich ein thematischer Vorgriff auf das 20. Philosophicum Lech, bei welchem zwischen dem 21. und 25. September 2016 renommierte Philosophen und Vertreter benachbarter Wissenschaften sich diesen fundamentalen Fragen stellen und mit dem Publikum darüber diskutieren werden.

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