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Name der Veranstaltung
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Künstlergespräch mit Evelyn Doll
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Datum
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21.05.2010 - 30.06.2010 |
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Veranstalter : |
Ursula Pfeiffer |
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Ort : |
1170 |
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Lokalität : |
Kunstraum Ewigkeitsgasse |
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Adresse : |
Thelemangasse 6 |
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Telefon : |
06801282380 |
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Eintritt : |
frei |
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Beschreibung
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im Rahmen ihrer Ausstellung
zeit:(t)raum
Traum, Realität und das Irrationale
Evelyn Doll - Malerei
"Künstlergespräch mit Evelyn Doll" am Dienstag, 25. Mai, von 14-18 Uhr
Auf Wunsch Führung durch die Ausstellung und Diskussion über das Wesen von (phänomenologischen) Wirklichkeit(en).
Ausstellung bis Ende Juni
Öffnungszeiten: Mo-Fr 14-18 Uhr
Traum, Realität und das Irrationale
Ab 21. Mai lädt die Malerin Evelyn Doll in den Kunstraum Ewigkeitsgasse und zeigt eine Auswahl ihrer 2008 bis 2010 entstandenen Arbeiten, die zwischen Traum und Abstraktion angesiedelt sind, mit dem Anspruch, neue Dimensionen des Sehens und der Wahrnehmung zu erschließen.
Dies vollzieht sich auch in ihrer neuen Serie über Licht und optische Täuschungen, die erst mit einer 3D- Brille sichtbar werden. Zur Eröffnung spielt Bernhard Kulisz am Klavier Neue Musik und Eigenkompositionen.
Evelyn Doll verfolgt mit ihrer meditativen Malerei, basierend auf philosophischen, wahrnehmungspsychologischen, aber auch gesellschaftspolitischen Betrachtungen, komplexe Ziele: Sie will Dimensionen der Wahrnehmung und des Bewusstseins visualisieren.
Entgegen der gewohnten Sehweisen versucht sie in ihren Bildern das physikalische und begriffliche Weltverständnis und Vorstellungsvermögen zu erweitern.
In den vergangenen Jahren entstanden bereits mehrere Serien zum Thema (luzider) Traum, der visuellen Umsetzung von Jazz und Neuer Musik, zu der Frage von Wirklichkeit und Illusion und Freiheit der Phantasie.
Kreativität, Meditation, Schamanismus sind für Evelyn Doll notwendige Voraussetzungen, um ihr kritisch reflektierendes Bewusstsein aufrechtzuerhalten.
Begriffe aus der Metaphysik wie Sein und Nichts, Zeit, Nicht-Zeit, Bewusstsein, dessen Potential und Grenzen, Kausalität versus Synchronizität, Geist, Denken, Existenz, Wahrnehmung, und deren Vielfalt an Möglichkeiten, fließen in Dolls Bilder ein, die stilistisch zwischen konkret und abstrakt angesiedelt sind.
Zeit und Raum sind durch Farbe und Rhythmus (musikalisch) bzw. Dynamik (optisch) definiert.
Bewegung versus Statik, Verfall versus Neubeginn, Kontinuität versus Impulsivität, Endlichkeit versus unendliche Ausdehnung mit diesen begrifflichen Gegensätzen spielt die Künstlerin in ihren Werken. Ihr Augenmerk liegt auf dem Vorhandensein des menschlichen kreativen Potentials, auf dem Illusorischen in der Beschränkung von Phantasie und Freiheit.
Die unerschöpflichen Möglichkeiten von Wahrnehmung, Geist und Entwicklung stehen für sie im Kontrast zum sinnentleerten, rein kapitalistisch denkenden Bewusstsein, zur erzwungenen Reduktion des Menschseins auf rein wirtschaftliche Interessen und Bedürfnisse zur Erhaltung des Konsumvermögens, denen in einem immer enger werdenden Rahmen nachgegangen werden muss.
Die Auseinandersetzung mit (Irr)realitätsbildern soll verdeutlichen, dass es fraglich ist, was die Realität überhaupt ist.
Sie ist relativ und subjektiv, durch unsere Sinne geschaffen, eine Übereinkunft mit gesellschaftlicher, macht- und sozialpolitischer wie historischer Verankerung.
Die gegenwärtige Tendenz, in der Wirtschaft Profitgier zur Bürgerpflicht zu erheben, scheint es notwendig zu machen, ein Gegengewicht zu positionieren. Im Gewahrsein der und der Liebe zur multidimensionalen Wirklichkeit der menschlichen Natur setzt sich Doll mit den Ausdrucksmitteln ihrer Kunst gegen ihre Verleugnung und Entwertung, gegen die durch Werbung und Medien vorgegaukelten Realitätsmodelle zur Wehr.
Dolls Malerei führt und verführt in eine Welt des Traums, mit der Freiheit, die Wirklichkeit ständig neu zu definieren und dem Anspruch an den Betrachter, sich darauf einzulassen.
Die Herausforderung besteht darin, sich intellektuell und visuell auf diese Spurensuche zu begeben und den Versuch zu wagen, ihre experimentelle Bildsprache zu dekodieren oder für sich neu zu interpretieren. Für die neue Serie über Licht und optische Täuschungen werden für die Ausstellungsbesucher 3D-Brillen zur Verfügung stehen.
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