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Name der Veranstaltung :

BUCHPRÄSENTATION & LESUNG mit Kascha Brigitte LIPPERT

Datum : 02.03.2012
Veranstalter : Ursula Pfeiffer
Ort : 1020
Lokalität : Xi CAFE & BAR
Adresse : Pazmanitengasse 15
Telefon : 0664 /3404415
Eintritt : pay as you can
Beschreibung : Freitag, 2. März 2012, 20 Uhr LITERATUR im Ground Xiro Xi CAFE & BAR, Pazmanitengasse 15, 1020 Wien

BUCHPRÄSENTATION & LESUNG mit Kascha Brigitte LIPPERT
„Mein Leben in Ägypten - Den Wandel im Herzen“

www.galeriestudio38.at/literatur02
Renata Rollfinke Verlag e.U.
ISBN 978-3-902715-41-8 (Art.Nr.: 1117000001)
Spendenziel: SOS Kinderdörfer Ägypten (www.sos-kinderdorf.at)
Gebundener Ladenpreis:
AT: 17,60 EUR / DE: 17,60 EUR / CH: 25,00 CHF
www.renatarollfinkeverlag.eu
Kascha Brigitte Lippert bei Literatur im Ground Xiro am 2. März mit ihrem Erstlingswerk über Land und Leute in Ägypten!

"Wer sich einmal in Ägypten verliebt hat, ist dem Charme des Landes und seiner warmherzigen Menschen hoffnungslos verfallen". Heiter, leicht und amüsant öffnet uns Kascha Brigitte Lippert die Herzen für eine Welt kultureller Unterschiede, voller Widersprüchlichkeiten und Überraschungen, die sie auf äußerst liebevolle Weise zu beschreiben vermag und zu reflektieren sucht.
Die Warmherzigkeit und Freundlichkeit der ägyptischen Bevölkerung, die in diesem Schmelztiegel der Nationen lebt und arbeitet, der Humor und die Bodenständigkeit der Menschen, die trotz der schlimmen Jahre in einem despotischen Regime immer wieder in aller Gelassenheit und doch temperamentvoll Wege suchen, das schwierige Leben erträglich zu machen, finden in zahlreichen Geschichten ihren Niederschlag.

Letztendlich leistet Kascha Brigitte Lippert mit ihrem Buch unter dem Motto „Kein Ägyptenurlaub ohne dieses Buch ...und nach dem Lesen dieses Buches werden Sie Ägypten kennenlernen wollen“ auch einen Beitrag dafür, den Tourismus in dem wirtschaftlich schwer angeschlagenen Land wieder anzukurbeln.

Ein Burnout brachte Kascha Brigitte Lippert dazu, im März 2006 auf Erholungsurlaub nach Ägypten zu fliegen, wo sie ihren ägyptischen Mann kennenlernte und heiratete. 2007 übersiedelte die Autorin nach Hurghada. Die Sorge um ihre jüngere Tochter während der ägyptischen Revolution zu Beginn des Jahres 2011 veranlasste sie, im Februar 2011 wieder nach Wien zurückzukehren. Hier arbeitet Kascha Lippert zeitweise als Tierärztin, gibt Herz(ens)-Readings und -Coachings und schreibt an ihrem nächsten Buch. Die Autorin hat zwei erwachsene Töchter, Sie lebt in Wien und Hurghada, Ägypten.

Leseprobe:
... Eines der nächsten schwierigen Worte war das Äquivalent zu unserem „Guten Appetit“ – „Belhanna usheffa“. Wie viele Male hab ich es mir vorsagen lassen? Wie oft habe ich es aufgeschrieben und nachgelesen? Ich bin ein visueller Lerntyp, ich muss es zuerst einmal schreiben und dann lesen, damit ich es aus meinem Gedächtnis wie von einem Bildschirm ablesen kann. „Belhanna uscheffa“ war wirklich eine große Herausforderung. Während ich mich also damit herumschlug, es ein für alle Mal in meine ägyptische Sprachenecke im Gehirn aufzunehmen, sollte ich eines Morgens, was auf Ägyptisch 12.00 Uhr bedeutet, bei meinem damaligen Lehrer zur Sprachstunde erscheinen. Normalerweise machte ich einen kleinen fünfzehnminütigen Spaziergang dorthin, auch während der größten Sommerhitze, diesmal aber war ich dafür viel zu spät dran. Seine Sprachschule lag direkt neben einer Moschee, deren Name „Gämaa asaffa“ ist. Sehr in Eile hielt ich das nächste Taxi an, sprang hinein und nannte den Zielort: „Gämaa uscheffa!“ Der Taxifahrer, ein nett aussehender, junger Mann blickte mich über den Rückspiegel an und fragte nach: “Fen? – Wohin?“ Ich vermutete, dass er noch nicht lange in der Stadt sei und daher noch nicht alle Namen der Moscheen kannte. Also wiederholte ich: „Gämaa uscheffa!“, diesmal etwas eindringlicher, denn jede Sekunde erschien mir zu kostbar, um sie mit Geplänkel zu vergeuden. Aber statt loszufahren, zuckte der Junge mit den Schultern und blickte etwas unsicher – diesmal über seine Schulter – zu mir. „Fen? Enti ayiza trohi fen – Wohin willst du fahren?“ Jetzt war ich wirklich ungehalten. „Emshi, jetzt fahr endlich, immer geradeaus – Ala toul!“ Die Sprachschule lag direkt neben der Moschee, etwa 500 Meter die Straße entlang, ganz nahe und leicht zu erreichen. Schließlich fuhr er doch kopfschüttelnd mit dem typischen „Ich weiß zwar nicht, was du willst, aber bitte schön, dann fahr ich halt“ Ausdruck im Gesicht los. Als die Moschee in Sicht kam, deutete ich ihm: „Schau, die Moschee meine ich!“ und freute mich, dass ich ihm etwas Neues beibringen konnte.
Er begann schallend zu lachen und schlug vor Vergnügen mit einer Hand ständig auf sein Lenkrad, wobei er dauernd „Gämaa uscheffa!“ vor sich hin sagte. „Ha,ha – Gämaa uscheffa!“ Ich verstand seine Reaktion nicht und fragte ihn irritiert, was denn daran so lustig sei. Seine Antwort vergesse ich sicherlich nie. „Di – Gämaa asaffa! Das ist die Assafamoschee! Belhanna uscheffa – Guten Appetit!“ Die Geschichte machte die Runde in Hurghada und seither heißt die Moschee bei einigen Ägyptern so, wie ich sie genannt habe. Und sie ist immer noch gut genug, um die – manchmal wirklich kindischen – ägyptischen Gemüter ordentlich zu erheitern.



 

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