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Flughafen Aspern in Wien: Flugschauen, Autorennen und das letzte Revival 2009

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aktualisiert: 10. Oktober 2026 12:20
Bildunterschrift: Der ehemalige Flughafen Aspern war auch ein Schauplatz des österreichischen Motorsports. Historisch inspirierte KI-Illustration, keine Originalaufnahme. Bildbeschreibung: Redaktionelle Visualisierung zur Geschichte des Flughafens Aspern in Wien. Das Bild veranschaulicht die frühere Nutzung des Flugplatzgeländes als Austragungsort von Motorsportveranstaltungen.
Flughafen Aspern Wien – Historische Flugplatzrennen und Veranstaltungen Bildunterschrift: Der ehemalige Flughafen Aspern war auch ein Schauplatz des österreichischen Motorsports. Historisch inspirierte KI-Illustration, keine Originalaufnahme. Bildbeschreibung: Redaktionelle Visualisierung zur Geschichte des Flughafens Aspern in Wien. Das Bild veranschaulicht die frühere Nutzung des Flugplatzgeländes als Austragungsort von Motorsportveranstaltungen.

Flugschauen mit tausenden Schaulustigen, spektakuläre Zeppelin-Landungen und Autorennen mit späteren Motorsportlegenden: Der ehemalige Flughafen Aspern in Wien war fast ein Jahrhundert lang ein Schauplatz außergewöhnlicher Ereignisse. Eröffnet wurde das Flugfeld am 23. Juni 1912 mit einer internationalen Flugwoche. Nach dem Ende des Flugbetriebs 1977 lebte die Motorsporttradition noch einmal auf. Den endgültigen Abschied vom historischen Renngelände bildete das „Aspern Revival“ am 25. und 26. April 2009. Wenige Monate später begann der Abbruch alter Roll- und Landebahnen für die heutige Seestadt Aspern.

Der Flughafen Aspern im historischen Überblick: Das ehemalige Flugfeld lag im heutigen 22. Wiener Gemeindebezirk Donaustadt. Von 1912 bis 1977 wurde es für den Flugbetrieb genutzt. Internationale Flugmeetings, Luftschiffbesuche, Flugtage und Autorennen machten Aspern zu einem bedeutenden Veranstaltungsort. Die letzte Motorsportveranstaltung auf dem historischen Flugplatzkurs fand am 25. und 26. April 2009 statt. Am 3. Juli 2009 begann offiziell der Abbruch von rund 28.000 Quadratmetern alter Roll- und Landebahnen.

Flughafen Aspern: Ein ehemaliger Veranstaltungsort in Wien

Wer heute durch die Seestadt Aspern spaziert, kann sich nur schwer vorstellen, welche Veranstaltungen früher auf diesem Gelände stattfanden. Dort, wo inzwischen Wohnungen, Unternehmen, öffentliche Plätze und Grünflächen entstanden sind, starteten einst Flugpioniere vor einem großen Publikum.

Das Flugfeld Aspern war einer der wichtigsten Orte der frühen österreichischen Luftfahrt. Doch seine Bedeutung beschränkte sich nicht auf den regulären Flughafenbetrieb.

Schon bei der Eröffnung 1912 gehörten internationale Flugwettbewerbe zum Programm. In den folgenden Jahrzehnten kamen Luftschiffbesuche, Flugtage, Fallschirmsprungvorführungen und später Motorsportveranstaltungen hinzu.

Damit entwickelte sich Aspern zu einem Veranstaltungsort, an dem Technik, sportlicher Wettbewerb und öffentliche Vorführungen eng miteinander verbunden waren.

23. Juni 1912: Die erste internationale Flugwoche eröffnet Aspern

Der offizielle Beginn der Flugplatzgeschichte fällt auf den 23. Juni 1912. An diesem Tag wurde das neue Flugfeld Aspern mit einem internationalen Flugmeeting eröffnet.

Die Veranstaltung dauerte bis zum 30. Juni und war zugleich die erste internationale Flugwoche am neuen Standort.

Die Wiener Flugveranstaltungen hatten zuvor auf der Simmeringer Haide stattgefunden. Das dortige Gelände war für die wachsenden Anforderungen der frühen Luftfahrt zunehmend ungeeignet geworden.

Aspern bot mehr Platz für die damals noch empfindlichen Flugapparate und wurde deshalb als neuer Standort ausgewählt.

Flugwettbewerbe mit Teilnehmern aus acht Ländern

Die Eröffnungswoche war nicht bloß eine feierliche Einweihung. Internationale Piloten traten in unterschiedlichen Flugwettbewerben gegeneinander an.

Zu den wichtigsten Disziplinen gehörten:

  • Höhenflüge: Welche Flughöhe konnten die Piloten mit ihren Maschinen erreichen?
  • Dauerflüge: Wer blieb am längsten in der Luft?
  • Distanzflüge: Welche Strecken konnten die frühen Flugzeuge zurücklegen?

Nach Angaben des Wiener Stadt- und Landesarchivs nahmen Piloten aus acht Ländern teil. Österreichische Flieger erzielten während der Veranstaltung vier neue Weltrekorde.

Auch der französische Luftfahrtpionier Roland Garros war bei der Flugwoche vertreten.

Großer Publikumsandrang bei der Eröffnung

Die Flugwoche zog enorme Menschenmengen an. Das Wien Museum berichtet von Schätzungen über mehr als 100.000 Besucherinnen und Besuchern. Historische Angaben zur genauen Besucherzahl und zum erfassten Zeitraum unterscheiden sich allerdings.

Eine weitere bemerkenswerte Zahl ist überliefert: Zur Eröffnung sollen rund 6.000 Automobile gezählt worden sein.

Diese Dimensionen zeigen, welchen Stellenwert die Luftfahrt damals als öffentliches Spektakel hatte. Der Flug eines motorisierten Apparats war noch keine alltägliche Erscheinung, sondern ein Ereignis, das Menschen aus der gesamten Stadt anzog.

1913: Ein Zeppelin über Wien und internationale Flugveranstaltungen

Bereits im folgenden Jahr wurde Aspern erneut zum Schauplatz außergewöhnlicher Flugereignisse.

Am 9. Juni 1913 landete das Luftschiff LZ 17 „Sachsen“ auf dem Flugfeld. An Bord befand sich Graf Ferdinand Zeppelin, während Hugo Eckener das Luftschiff steuerte.

Die Reise hatte in Baden-Baden begonnen und führte über mehrere deutsche und österreichische Städte nach Wien.

Vor der Landung flog das Luftschiff über verschiedene Wiener Bezirke und auch über Schönbrunn. Dort konnte Kaiser Franz Joseph den Zeppelin sehen.

Die Landung in Aspern war bereits vor der zweiten internationalen Flugwoche ein viel beachtetes Ereignis.

Flugkunst und spektakuläre Vorführungen

Neben Luftschiffen faszinierten die frühen Flugschauen durch neuartige Flugmanöver.

Am 18. und 19. Oktober 1913 wurden beispielsweise Schauflüge des französischen Piloten Adolphe Pégoud in Aspern angekündigt.

Historische Veranstaltungsplakate aus der Sammlung des Wien Museums dokumentieren diese Auftritte und die damalige Bewerbung der Flugvorführungen.

Die Flugtage waren zugleich Ausdruck eines technischen Fortschritts und einer ausgeprägten Sensationskultur. Die Sicherheitsstandards waren mit heutigen Flugveranstaltungen nicht vergleichbar.

1914: Das letzte große Flugmeeting vor dem Ersten Weltkrieg

Die dritte große Flugveranstaltung war für den 21. bis 29. Juni 1914 geplant.

Unter dem Namen „Weltderby der Lüfte“ sollten erneut internationale Piloten und neue Flugrekorde präsentiert werden.

Doch das Attentat auf Erzherzog Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 in Sarajevo führte zum vorzeitigen Abbruch des Meetings.

Mit der folgenden politischen Krise und dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs endete die erste große Phase des zivilen Flugsports in Aspern.

Der Flugplatz wurde anschließend militärisch genutzt.

1920er- und 1930er-Jahre: Linienflüge und Zeppelin-Besuche

Nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich Aspern schrittweise zu einem bedeutenden Standort der internationalen Zivilluftfahrt.

1922 wurde der internationale Linienverkehr wieder aufgenommen. Zu den frühen Verbindungen gehörte die Strecke Paris–Prag–Wien–Budapest der französisch-rumänischen Fluggesellschaft CIDNA.

Ab April 1924 nahm die Österreichische Luftverkehrs AG, kurz ÖLAG, den Flugbetrieb in Aspern auf.

Im Laufe der folgenden Jahre wurde die Infrastruktur ausgebaut. Neue technische Anlagen, bessere Abfertigungsmöglichkeiten und weitere Fluggesellschaften machten den Flughafen zu einem wichtigen europäischen Verkehrsknotenpunkt.

12. Juli 1931: Die „Graf Zeppelin“ landet in Aspern

Ein besonders gut dokumentiertes Großereignis fand am 12. Juli 1931 statt.

Das Luftschiff LZ 127 „Graf Zeppelin“ landete in Wien-Aspern und zog laut Wien Museum mehr als 100.000 Schaulustige an.

Zu den Ehrengästen gehörten Bundespräsident Wilhelm Miklas und Bundeskanzler Karl Buresch.

Mehrere hundert Soldaten waren eingesetzt, um das riesige Luftschiff am Boden zu sichern. Anschließend unternahm die „Graf Zeppelin“ einen Rundflug über Österreich und kehrte nochmals nach Aspern zurück.

Von diesem Ereignis existieren historische Filmaufnahmen. Sie ermöglichen heute einen unmittelbaren Einblick in die Begeisterung für Luftschiffe in der Zwischenkriegszeit.

Nach dem Zweiten Weltkrieg: Flugtage und neue Veranstaltungen

Der Zweite Weltkrieg hinterließ schwere Schäden am Flughafen. Während der NS-Zeit war Aspern auch ein Stützpunkt der deutschen Luftwaffe gewesen. Nach Kriegsende wurde das Gelände bis 1955 von sowjetischen Streitkräften genutzt.

Mit dem Ende der Besatzungszeit begann eine neue Phase.

Der Österreichische Aero-Club übernahm die Nutzung des Flugplatzes, der nun besonders für Sportfliegerei, Pilotenausbildung und Fallschirmspringen bedeutend wurde.

Schon 1956 gab es wieder internationale Flugtage und einen Sternflug. Auch in den folgenden Jahren fanden Flugveranstaltungen statt, darunter Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des Flugplatzes 1962.

Parallel dazu entwickelte sich Aspern zu einer bekannten Motorsportstrecke.

Autorennen in Aspern: Von Jochen Rindt bis Niki Lauda

Seit Juni 1956 fanden auf den Flughafenpisten regelmäßige Autorennen statt.

Die befestigten Flächen boten die Möglichkeit, einen temporären Rundkurs anzulegen. Charakteristisch war die Führung über das ehemalige Flugplatzgelände.

Bereits die erste Rennveranstaltung zog laut Wien Museum rund 30.000 Besucher an.

Am 28. April 1957 fand dort nach Angaben des ORF ein internationales Autorennen statt, das als erstes seiner Art in Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg eingeordnet wird.

Bekannte Motorsportfahrer am Flugplatzkurs

Der ehemalige Flughafen wurde im Laufe der folgenden Jahrzehnte zu einem bekannten Namen im österreichischen Motorsport.

Zu den Rennfahrern, die auf dem Flugplatzkurs Aspern an den Start gingen, gehörten:

  • Jochen Rindt: Der spätere Formel-1-Weltmeister fuhr in seiner frühen Motorsportkarriere Rennen in Aspern.
  • Niki Lauda: Der österreichische Rennfahrer war bereits vor seinen großen internationalen Erfolgen auf dem Asperner Kurs unterwegs.
  • Dieter Quester: Der österreichische Motorsportler gehörte ebenfalls zu den bekannten Teilnehmern.
  • Jim Clark: Auch der schottische Formel-1-Weltmeister wird in der historischen Rennsportdokumentation des Wien Museums genannt.
  • Keke Rosberg: Der spätere Formel-1-Weltmeister war ebenfalls bei Veranstaltungen in Aspern vertreten.

Die Rennen waren ein wichtiger Bestandteil der österreichischen Motorsportgeschichte. Aspern bot jungen Fahrern Wettbewerbserfahrung und zog gleichzeitig ein großes regionales Publikum an.

1977: Das Ende des Flughafens Wien-Aspern

Der Ausbau des Flughafens Wien-Schwechat führte schließlich zum Ende des Flugbetriebs in Aspern.

Insbesondere die zweite Start- und Landebahn in Schwechat machte einen parallelen Flugbetrieb aus Sicherheitsgründen unmöglich, da sich die Flugbewegungen räumlich zu nahe gekommen wären.

Der Flughafen Aspern wurde mit 31. März 1977 offiziell geschlossen.

Der Abschied wurde von Flugvorführungen und Motorsportveranstaltungen begleitet. Historische Berichte schildern einen letzten großen Abschiedsflugtag mit Fallschirmspringern.

Damit endete die jahrzehntelange Geschichte des Flughafens als aktiver Standort für Flugzeuge und Luftfahrtveranstaltungen.

Auf Teilen des Geländes entstanden später neue Nutzungen. Dazu gehörten unter anderem ein Industrie- beziehungsweise Produktionsstandort und ein Verkehrsübungsplatz des ARBÖ.

Aspern Revival 2009: Das letzte Rennen auf dem alten Flugfeld

Mehr als drei Jahrzehnte nach dem Ende des Flugbetriebs wurde das historische Gelände noch einmal für eine große Motorsportveranstaltung genutzt.

Am 25. und 26. April 2009 fand das letzte „Aspern Revival“ statt.

Im Mittelpunkt standen historische Automobile, die an die frühere Rennsporttradition des Flugplatzes erinnerten.

Die Veranstaltung wurde vom Verein der Freunde des Automobils und dem ARBÖ organisiert.

Oldtimerrennen auf einem 1,2 Kilometer langen Rundkurs

Für das Revival stand auf dem ehemaligen Flugfeld ein ungefähr 1,2 Kilometer langer Rundkurs zur Verfügung.

Nach Angaben der Stadt Wien traten die Fahrzeuge in sechs Kategorien beziehungsweise Klassen an.

Der historische Charakter des Rennens stand im Vordergrund. Besucher konnten klassische Renn- und Sportwagen erleben und damit an jene Jahrzehnte erinnert werden, in denen Aspern eine wichtige Rolle im österreichischen Motorsport spielte.

Prominentenrennen als Gleichmäßigkeitsprüfung

Teil des Rahmenprogramms war ein Prominentenrennen mit BMW Minis.

Zu den Teilnehmern gehörten der damalige Wiener Verkehrsstadtrat Rudi Schicker, Bezirksvorsteher Norbert Scheed, Rallyefahrer Sepp Haider, Entertainer Rudi Roubinek und Tanzschulbetreiber Thomas Schäfer-Elmayer.

Entscheidend war dabei nicht die höchste Geschwindigkeit.

Die Fahrer sollten versuchen, eine zuvor im Training gewählte Rundenzeit möglichst genau zu wiederholen. Das Format war somit als Gleichmäßigkeitsprüfung angelegt.

Ein Abschied von der historischen Rennstrecke

Der Termin hatte eine besondere Bedeutung, weil die Stadtentwicklung auf dem früheren Flughafenareal unmittelbar bevorstand.

Die österreichische Luftfahrtplattform Austrian Wings kündigte das Revival bereits am 24. April 2009 als letzte Flugplatzrennveranstaltung an.

Auch die Stadt Wien berichtete am 27. April rückblickend über das letzte Rennen.

Das Aspern Revival 2009 war damit der dokumentierte Abschied von der motorsportlichen Nutzung des historischen Flugplatzkurses.

Historische Einordnung: Das Aspern Revival fand am 25. und 26. April 2009 statt. Es war die letzte Rennveranstaltung auf dem früheren Flugplatzkurs. Nicht zu verwechseln ist dieser Termin mit der Schließung des Flugbetriebs im Jahr 1977 oder mit dem späteren Baubeginn der Seestadt.

3. Juli 2009: Beginn des Abbruchs der alten Flughafenpisten

Nur wenige Monate nach dem letzten Oldtimerrennen begann eine neue Phase in der Geschichte des Geländes.

Am 3. Juli 2009 meldete die Stadt Wien den offiziellen Start der ersten Entwicklungsarbeiten für die Seestadt Aspern.

Im Mittelpunkt stand der Abbruch von rund 28.000 Quadratmetern Roll- und Landebahnen des früheren Flugfeldes.

Damit begann die bauliche Umgestaltung eines Geländes, das über Jahrzehnte von Flugzeugen, Rennfahrzeugen und technischen Einrichtungen geprägt gewesen war.

Vom Flugfeld zum neuen Stadtteil

Die ehemalige Flughafenfläche sollte künftig für Wohnen, Unternehmen, Forschung, öffentliche Infrastruktur und Grünräume genutzt werden.

Bereits die ersten Arbeiten waren Teil eines größeren städtebaulichen Projekts.

Für das Areal waren unter anderem ein Forschungs- und Entwicklungspark sowie ein Technologiezentrum vorgesehen.

Die historische Verbindung zwischen Flughafen und Seestadt zeigt sich damit besonders deutlich: Aus den früheren Landebahnen wurde der Ausgangspunkt eines neuen Wiener Stadtteils.

Was passierte mit den alten Betonflächen?

Bei der weiteren Entwicklung der Seestadt spielte die Wiederverwertung vorhandener Materialien eine Rolle.

Nach Angaben der Stadt Wien wurde Beton aus dem Abbruch der früheren Rollbahnen vor Ort recycelt.

Ein Teil der alten Flughafeninfrastruktur wurde damit nicht einfach abtransportiert, sondern als Baumaterial für die neue Stadtentwicklung genutzt.

Das ist ein weiterer Aspekt des historischen Übergangs: Die ehemalige Flughafenfläche wurde nicht nur überbaut, sondern ihr vorhandenes Material teilweise in die neue Nutzung einbezogen.

Die wichtigsten Ereignisse am Flughafen Aspern im Überblick

Jahr / DatumHistorisches Ereignis
23.–30. Juni 1912Eröffnung mit der ersten internationalen Flugwoche in Aspern.
9. Juni 1913Landung des Luftschiffs LZ 17 „Sachsen“ mit Graf Zeppelin an Bord.
18.–19. Oktober 1913Schauflüge des französischen Flugpioniers Adolphe Pégoud.
21.–28. Juni 1914Drittes internationales Flugmeeting, vorzeitig abgebrochen nach dem Attentat von Sarajevo.
12. Juli 1931Besuch des Luftschiffs LZ 127 „Graf Zeppelin“ mit großem Publikumsandrang.
1956Wiederaufnahme des Sportflugbetriebs und Beginn regelmäßiger Autorennen.
28. April 1957Internationales Autorennen auf dem Flugplatzkurs Aspern.
1962Flugveranstaltungen anlässlich des 50-jährigen Bestehens.
31. März 1977Offizielle Schließung des Flughafens.
25.–26. April 2009Letztes Aspern Revival mit historischen Rennfahrzeugen.
3. Juli 2009Offizieller Beginn des Abbruchs von rund 28.000 Quadratmetern alter Roll- und Landebahnen.

Was erinnert heute noch an den Flughafen Aspern?

Der ursprüngliche Flughafen existiert nicht mehr. Auf dem ehemaligen Areal ist die Seestadt Aspern entstanden.

Die einstige Nutzung lässt sich jedoch weiterhin anhand historischer Aufnahmen, Lagepläne, Straßennamen und Archivdokumente nachvollziehen.

Das Wien Museum verwahrt beispielsweise Ansichtskarten und Fotografien des früheren Flugfeldes. Dazu gehören Darstellungen der ersten Flugveranstaltungen, historische Flugzeugaufnahmen und Plakate für öffentliche Flugvorführungen.

An der Groß-Enzersdorfer Straße 65 erinnert zudem ein Denkmal an die frühere Luftfahrtgeschichte des Standorts.

Auch das Wiener Stadt- und Landesarchiv dokumentiert die Geschichte des Flugfeldes und seine Bedeutung für die Entwicklung der österreichischen Luftfahrt.

Warum die Veranstaltungen in Aspern für Wien bedeutend waren

Die Geschichte des ehemaligen Flughafens zeigt, wie sich die Rolle eines Veranstaltungsortes im Laufe vieler Jahrzehnte verändern kann.

Zu Beginn standen Flugpioniere im Mittelpunkt, die mit neuen technischen Entwicklungen öffentlich um Aufmerksamkeit und Rekorde kämpften.

Später wurde Aspern zu einem bedeutenden Standort des Linienflugverkehrs. Gleichzeitig blieben große Flugveranstaltungen und spektakuläre Luftschiffbesuche ein wichtiger Teil seiner öffentlichen Wahrnehmung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelten sich Motorsportveranstaltungen zu einer weiteren Attraktion.

Diese verschiedenen Phasen sind gut dokumentiert und machen Aspern zu einem besonderen Beispiel für die Geschichte öffentlicher Veranstaltungen in Wien.

Mit dem Aspern Revival 2009 endete schließlich die Tradition der Rennen auf dem ehemaligen Flughafenareal.

Fazit: Vom Flugmeeting 1912 bis zum letzten Aspern Revival 2009

Der Flughafen Aspern war weit mehr als eine ehemalige Start- und Landebahn.

Seit seiner Eröffnung am 23. Juni 1912 war das Gelände Schauplatz von Veranstaltungen, die österreichische Luftfahrt- und Motorsportgeschichte prägten.

Internationale Flugwochen, Zeppelin-Landungen, Flugtage und Autorennen lockten zahlreiche Besucherinnen und Besucher nach Aspern.

Das letzte Revival am 25. und 26. April 2009 erinnerte noch einmal an die langjährige Rennsporttradition. Im Juli desselben Jahres begann der Abbruch großer Teile der historischen Flughafenpisten.

Die heutige Seestadt Aspern steht für eine neue Nutzung des Geländes. Die früheren Veranstaltungen bleiben jedoch ein bedeutender Teil der Wiener Stadt- und Veranstaltungsgeschichte.

Häufige Fragen zum Flughafen Aspern

Wann wurde der Flughafen Aspern eröffnet?

Der Flughafen Aspern wurde am 23. Juni 1912 mit einem internationalen Flugmeeting eröffnet. Die erste internationale Flugwoche dauerte bis zum 30. Juni 1912.

Wo befand sich der Flughafen Aspern?

Das frühere Flugfeld lag im heutigen 22. Wiener Gemeindebezirk Donaustadt. Auf großen Teilen des ehemaligen Areals befindet sich inzwischen die Seestadt Aspern.

Welche Veranstaltungen fanden am Flugfeld Aspern statt?

Zu den wichtigsten Veranstaltungen gehörten internationale Flugwochen, Flugschauen, Zeppelin-Landungen, Fallschirmsprungvorführungen, Sportflugtage und Autorennen. Die Veranstaltungen erstreckten sich über mehrere Jahrzehnte.

Welche bekannten Rennfahrer fuhren in Aspern?

Auf dem Flugplatzkurs traten unter anderem Jochen Rindt, Niki Lauda, Dieter Quester, Jim Clark und Keke Rosberg an.

Wann wurde der Flughafen Aspern geschlossen?

Der Flughafen wurde offiziell am 31. März 1977 geschlossen. Der Ausbau des Flughafens Wien-Schwechat war ein wesentlicher Grund für das Ende des Flugbetriebs.

Wann fand das letzte Autorennen in Aspern statt?

Die letzte Motorsportveranstaltung auf dem ehemaligen Flugplatzkurs war das Aspern Revival am 25. und 26. April 2009. Bei dem Oldtimerrennen wurden mehrere Fahrzeugklassen auf einem rund 1,2 Kilometer langen Rundkurs präsentiert.

Wann begann der Abriss des Flughafens Aspern?

Die bauliche Umgestaltung des ehemaligen Flugfeldes begann 2009. Am 3. Juli 2009 meldete die Stadt Wien den Start des Abbruchs von rund 28.000 Quadratmetern Roll- und Landebahnen. Andere frühere Flughafengebäude waren bereits in vorhergehenden Jahrzehnten entfernt worden.

Was befindet sich heute auf dem ehemaligen Flughafengelände?

Das frühere Flughafenareal wurde für die Entwicklung der Seestadt Aspern genutzt. Dort entstanden unter anderem Wohnungen, Unternehmen, Verkehrsinfrastruktur und öffentliche Freiräume.

Gibt es historische Fotos vom Flughafen Aspern?

Ja. Das Wien Museum verfügt über historische Ansichten, Fotografien und Veranstaltungsplakate. Auch andere luftfahrtgeschichtliche Archive dokumentieren den ehemaligen Wiener Flughafen.

Quellen und weiterführende Informationen

Der Rückblick basiert auf historischen Sammlungen, amtlichen Wiener Pressemitteilungen und zeitgenössischen Berichten über das letzte Aspern Revival. Die genannten Veranstaltungen und Daten wurden anhand dieser Quellen nachvollzogen. Alle historischen Angaben sind von aktuellen Veranstaltungsinformationen zu unterscheiden.

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